Brandschutz im Holzbau

Brandschutz im Holzbau

Nachhaltig effizienter und ressourcenschonender Brandschutz im Holzbau

Holz ist einer der ältesten Baustoffe der Welt. Ausgehend von der Jungsteinzeit über das Mittelalter hinweg, wurde Holz in vielen Regionen als primärer Baustoff verwendet. Erst mit der Industrialisierung erhielt die Massivbauweise Einzug.

Die Holzbauweise kann in allen Bereichen des Hoch-und Ingenieurbaus eingesetzt werden, egal ob Wohnungsbau, Büro- und Verwaltungsbau, Beherbergungsstätten, Kindertagesstätten, Gewerbebau, Industriebau oder auch Turm- und Brückenbau. Ein Gebäude in Holzbauweise kann sowohl aus natürlichem Vollholz, aus verklebten Vollholzkomponenten, Holzwerkstoffen oder aber aus einer Hybridbauweise bestehen. Bei der Holzhybridbauweise werden die Tragelemente eines Gebäudes neben Holz auch aus anderen Baustoffen wie z.B. Beton errichtet.

Gerade auch für Architekten ist Holz als Baustoff  interessant. Mit Spannweiten von bis zu 120 Metern sowie Bauwerkshöhen von 100 Metern kann der Holzbau durchaus mit konventionellen Baustoffen konkurrieren. Durch das geringe Gewicht des Materials, ist der Baustoff Holz sehr vielseitig einsetzbar. Holz hat nicht nur die gleiche Tragfähigkeit wie Stahl und ist zudem wesentlich leichter, sondern er besitzt auch annähernd die gleiche Druckfestigkeit wie Beton und kann im Gegensatz zu diesem auch Zugkräfte in Faserrichtung aufnehmen. Egal ob in einer engen Baulücke im urbanen Umfeld oder zur Aufstockung von Bestandsgebäuden, Holz hat erhebliche Vorteile gegenüber anderen Baustoffen die dem Architekten viele Freiräume einräumen. 

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Holzbauweise eine sehr zukunftsträchtige, bioökonomische, nachhaltige und natürliche Alternative zur konventionellen Massivbauweise ist.

Whitepaper zu Brandschutz im Holzbau

Durch die seit 2020 gültige Muster-Holzbau-Richtlinie ergeben sich u. a. neue Möglichkeiten für den mehrgeschossigen Holzbau. So können z. B. beim Einbau einer Brandmelderzentrale bestimmte Teile der vorgeschriebenen Brandschutzbekleidung entfallen. Informationen hierzu und antworten auf viele weitere Fragen rund um das Thema sowie praxisorientierte Anwendungsbeispiele finden Sie in unserem Whitepaper.

Inhalte des Whitepapers:

  • Besonderheiten und Vorteile des Baustoffs Holz
  • Verbreitung der Holzbauweise
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen
  • Anlagentechnischer Brandschutz – Perspektive für den Holzbau
  • Brandschutz in der Anwendung
  • Welche Rolle spielt Kohlenmonoxid im Holzbau?
Zum Whitepaper

Besondere Herausforderungen und Rahmenbedingungen im Holzbau

Folgende Herausforderungen gilt es beim anlagentechnischen Brandschutz im Holzbau zu beachten:

  • Holz muss sorgfältig vor Feuchtigkeit geschützt werden, da es stark quellend ist
  • Holzbauteile verhalten sich anisotrop, das heißt, sie zeigen je nach Faserrichtung unterschiedliches
  • Verhalten in Bezug auf Belastbarkeit, Elastizität, Kriech- und Schwindverhalten
  • Große Vielzahl an Produkten und Bauweisen
  • Fehlende Standards bei Holzbauten
  • Für eine kollisionsfreie und funktionierende Planung ist eine hohe Kompetenz nötig


Die dargestellten Punkte zeigen, dass die frühzeitige Einbindung von Fachplanern wie bspw.einem Brandschutzplaner den Erfolg des Bauvorhabens maßgeblich bedingt.

Gesetzliche Rahmenbedingungen für Holzbauten

Muster-Holzbau-Richtlinie (MHolzBauRL)

Um dem anspruchsvollen Baustoff Holz gerecht werden zu können wurde die Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an hochfeuerhemmende Bauteile in Holzbauweise, kurz M-HFHHolzR 2004 eingeführt. 2020 wurde diese grundlegend erneuert und regelt die brandschutztechnischen Anforderungen an Bauteile und Außenwandbekleidungen in Holzbauweise und heißt nun MHolzBauRL.

Durch die Neuerungen von 2020 ergeben sich neue Möglichkeiten für den mehrgeschossigen Holzbau, sowohl für die Holzrahmen- und Holztafelbauweise aber vor allem auch für die Holzmassivbauweise sowie Holz-Hybridbauweisen. In der untenstehenden Tabelle ist eine Übersicht über die neuen Regelungen der MHolzBauRL dargestellt.

Die Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bremen haben darüber hinaus festgelegt, dass tragende, aussteifende oder raumabschließende Bauteile, wie Decken, Trennwände oder Stützen, die als hochfeuerhemmende Bauteile oder als feuerbeständige Bauteile ausgeführt werden müssen, aus brennbaren Baustoffen (z. B. Holz) ohne nichtbrennbare Brandschutzbekleidung bestehen dürfen, wenn die erforderliche Feuerwiderstandsdauer von 60 bzw. 90 Minuten nachgewiesen ist.*

 * s. DBZ-Artikel, 11.2019

Landesbauordnung

Die Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer regeln die Anforderungen an den Feuerwiderstand von Bauteilen sowie die Anforderungen an die Brennbarkeit des verwendeten Baustoffs. Diese sind unabhängig von der Bauart einzuhalten. Das bedeutet, dass die Anforderungen auch für Holzbauteile bindend sind. Hieraus ergibt sich eine zu beachtende Herausforderung bei der Planung von Holzbaugebäuden. Je nachdem um welche Gebäudeklasse es sich handelt und welche Anforderungen an die Bauteile sich daraus ergeben, wird die Verwendung von Holz für bspw. feuerbeständige Bauteile bisher von einigen Landesbauordnungen ausgeschlossen. Denn Bauteile, die feuerbeständig (d. h. Feuerwiderstandsfähigkeit F 90) sein müssen, müssen zusätzlich „in den wesentlichen Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen“. Ähnliche Einschränkungen gibt es auch für hochfeuerhemmende Bauteile.

Optimaler Brandschutz in allen Gebäudenbereichen

Der Aufbau des Neubau-Referenzobjekts in der Bugginger Straße 52 in Freiburg ist ein ideales Beispiel dafür, wie Personen und Sachgüter mit Hilfe des anlagentechnischen Brandschutzes im Holzbau zuverlässig geschützt werden können.

  1. Wohnungen OG 2-7

  2. Treppenraum

  3. Vollholz-Aufzugsschacht

  4. Kindertagesstätte mit Außenbereich

  5. Einzelhandel & Gastronomie

  6. Technikraum

 

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  1. Wohnungen OG 2-7

  2. Treppenraum

  3. Vollholz-Aufzugsschacht

  4. Kindertagesstätte mit Außenbereich

  5. Einzelhandel & Gastronomie

  6. Technikraum

 

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Anwendungsbeispiel zum Holzbau

Neubau Holzbau in der Bugginerstraße 52 in Freiburg

Das achtstöckige Gebäude besteht ab dem 1. Obergeschoss komplett aus Holz. Und das ist recht wörtlich zu nehmen: Außenfassade, Treppenraumwände und sogar der Aufzugsschacht sind aus dem natürlichen Rohstoff. Das i-Tüpfelchen: Es ist das erste Gebäude in Deutschland mit nachhaltiger FSC-Zertifizierung. Das verwendete Holz stammt zudem aus der näheren Umgebung.

Sehen Sie sich jetzt die vollständige Referenz.

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Holzbau Happy Hour

Aufzeichnung des Hekatron Online Live-Events

Erhalten Sie bei unserer digitalen Holzbau Happy Hour einen spannenden Einblick in die optimale Planung, Projektierung und den Betrieb des anlagentechnischen Brandschutzes in Holzbauten und erleben Sie Brandschutz-Wissen aus Expertenhand. Außerdem geben wir Ihnen einen Überblick über die Neuerungen in der Holzbaurichtlinie und informieren zu Forschungsergebnissen aus der TEBRAS-Studie in Bezug auf Kohlenmonoxidentwicklung bei einem Brandfall in einem Holzbauobjekt.

Aufzeichnung auf YouTube ansehen

Infografiken zum Brandschutz für Holzbauten

Ihre Vorteile beim Einsatz einer Hekatron Lösung

  • Störungsbeseitigung: Begeistern Sie Ihre Kunden durch einen schnellen und effizienten Live-Support aus der Ferne
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  • Wir sind bundesweit für Sie da
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  • Durch flexible Vernetzungslösungen und einen damit verbundenen minimalen Komponenteneinsatz, sind System-Anpassungen und Erweiterung höchst wirtschaftlich realisierbar

HPlus Dienstleistungen – wir sind Ihr 100Pro Brandschutzpartner

Unsere Dienstleistungen ergänzen die Produkte zu einer ganzheitlichen Lösung. Folgende HPlus Dienstleistungen bieten wir Ihnen rund um die Themenfelder Wissen, Planen, Verkaufen, Umsetzen und Betreuen an:

  • Wissen: Seminare und Produktschulungen mit Zertifizierung
  • Planen: Projekt- und Anwendungsberatung persönlich und vor Ort, persönliche und digitale Ausschreibungsunterstützung
  • Umsetzen: Projektbetreuung vor Ort, Feuerwehrlaufkarten erstellen & Individuelle Handfeuermelderbeschriftung, technische Abnahme der Sprachverständlichkeit (STIPA)
  • Betreuen: Fernzugriff auf die Brandmeldeanlage via Hekatron Remote, Mein HPlus Modul Instandhaltung

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Weiterbildung und Webinare

Von der Brandmeldeanlage über Sonderbrandlösungen, Feststellanlagen und Rauchwarnmelder bis hin zu Verkaufs- und Kommunikationstraining sowie speziellen Angeboten für Quereinsteiger bietet Hekatron ein umfassendes Paket an Schulungen, Seminaren, Workshops und Webinaren an - immer ganz nah dran an den Bedürfnissen des Marktes und aktuellen Neuerungen in der Gesetzgebung.

Das zeichnet unsere Seminare und Webinare aus:

  • Experten Know-How aus über 55 Jahren Entwicklung
  • Fest verzahnt mit Verbänden und Bildungsakademien aus der Brandschutz-Branche
  • Schulungserfahrung seit über 25 Jahren
  • Anwendungsbezug und Informationen zu Herausforderungen - z.B. Brandschutz in Schulen und Universitäten

Lernen Sie jetzt unsere Weiterbildungsmöglichkeiten kennen.

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