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FAQ — Rauchwarnmelder

Wissenswertes zum Thema Rauchwarnmelder

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und deren Antworten zum Bereich Rauchwarnmelder.

1. Allgemeines

Die Mindestanzahl von Rauchwarnmeldern geben die Mindestschutzanforderungen der einzelnen Landesbauordnungen. Hekatron empfiehlt für den optimalen Schutz jeden Raum (Badezimmer aufgrund von starker Wasserdampfentwicklung ausgeschlossen) auszustatten, denn Brände können fast überall entstehen. 

Der Rauchwarnmelder arbeitet nach dem Streulichtprinzip. Bei Rauch ab einer bestimmten Rauchkonzentration wird das Licht im Gerät auf eine Fotozelle gelenkt und löst den akustischen Alarm aus.

Genius H: Die kleine Anzeigeleuchte blinkt regelmäßig (alle 48 Sek. rot), um anzuzeigen, dass der Rauchwarnmelder funktioniert. Dank der integrierten Echtzeituhr bei Genius H® wird die Leuchtstärke der LED von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr automatisch reduziert. Störmeldungen werden ebenfalls in dieser Zeit unterdrückt, eine Alarmierung im Ernstfall erfolgt weiterhin.

Genius Plus & Plus X: Die Test-Taste blinkt regelmäßig (alle 48 Sek. grün) um anzuzeigen, dass der Rauchwarnmelder optimalen Schutz bietet. Die LED wird von 21:00 bis 07:00 Uhr automatisch abgeschaltet.

Bei normalem Zigarettenkonsum wird der Rauchwarnmelder in der Regel nicht ausgelöst, es sei denn der Rauch wird aus nächster Nähe auf das Gerät geblasen. Bei starkem Rauch z. B. bei Veranstaltungen mit vielen Rauchern kann es schon einmal zu einem Fehlalarm kommen. Sie sollten dies dann aber zum Anlass nehmen, den Raum zu lüften, schon aus Rücksicht auf die anwesenden Nichtraucher. In einem solchen Fall kann über die Prüftaste der Rauchwarnmelder vorerst stummgeschaltet bzw. quittiert werden, oder warten Sie bis der ungewollte Alarm durch das Auslüften von alleine wieder beendet wird.

Ein vernetzbarer Rauchwarnmelder ist ein Gerät, das per Funkverbindung mit weiteren Rauchwarnmeldern verbunden werden kann. Diese Vernetzung bewirkt im Brandfall, dass alle Rauchwarnmelder einen Alarm melden und nicht nur das Gerät in der unmittelbaren Nähe der Rauchentwicklung.

Die Lebensdauer eines Rauchwarnmelders beträgt typisch 10 Jahre, danach muss er gemäß Inbetriebnahme, Betrieb und Instandhaltungsnorm DIN 14676 ersetzt werden. Die Verschmutzungskompensation kontrolliert die aktuelle Verschmutzung des Rauchwarnmelders, um die Ansprechschwelle permanent anzupassen. Je nach Umgebungsbedingungen kann aber auch ein vorzeitiger Austausch nötig sein, wenn dieser Verschmutzungsgrad bereits erreicht ist, z.B. bei stark staub- oder schmutzbelasteter Umgebung.

10 Jahre Lebensdauer durch eine fest eingebaute Lithium-Batterie erspart den regelmäßigen Batteriewechsel (Kostenaufwand, Servicepersonal, Batteriekosten, lt. DIN 14676) und erhöht die Sicherheit. Prüfsiegel wie z. B. CE-Kennzeichnung belegen, dass der Rauchwarnmelder der europäischen Gerätenorm DIN EN 14604 entspricht und nach deren strengen Kriterien getestet und zugelassen wurde. Bei Funkvernetzung sollte man außerdem auf die Zertifizierung VdS 3515 achten. Produziert nach Industriestandard IPC 2.
Das VdS-Prüfsiegel erhalten nur Melder, die Q-Standards erfüllen.

Die Rauchwarnmelder überwachen permanent ihre Messkammer auf Verschmutzung. Werden Schmutzpartikel in der Messkammer festgestellt, passen sie ihre Alarmschwelle so an, dass der Rauchwarnmelder aufgrund von Verschmutzung nicht empfindlicher wird. 
Durch die Verschmutzungskompensation können die Rauchwarnmelder den Zustand ihrer Messkammer ermitteln. Bei der jährlichen Funktionsprüfung erstellen sie automatisch eine Prognose darüber, ob sie bei gleichbleibender Verschmutzung noch weitere 15 Monate funktionsfähig sind.

Die Lichtstärke der Betriebsanzeige wird gedimmt und Störmeldungen werden unterdrückt. Eine Alarmierung im Ernstfall erfolgt weiterhin.

Die Lichtstärke der Betriebsanzeige wird innerhalb dieser Zeit ausgeschaltet und Störmeldungen werden unterdrückt. Eine Alarmierung im Ernstfall erfolgt weiterhin.

Bei Alarm kann der Rauchwarnmelder durch drücken der Prüftaste / Testtaste für 10 Minuten stumm geschaltet werden. Nach Ablauf der 10 Minuten oder nachdem der Rauchwarnmelder keinen Rauch mehr detektiert, geht er wieder in den Normalbetrieb über.
Sollte noch Rauch oder ähnliches im Melder sein geht dieser wieder in Alarm.

Aus Sicherheitsgründen wenden Sie sich an Ihren Fachhändler/Facherrichter und veranlassen Sie eine Prüfung/einen Austausch des Gerätes.

Quittieren Sie den Täuschungsalarm durch das Drücken der Prüftaste am Melder. Dadurch wird der Alarm für 10 Minuten stumm geschaltet. Sollte der Rauchwarnmelder öfters Täuschungsalarm auslösen, überprüfen Sie bitte die Projektierung des Melders und wechseln Sie evtl. den Montageort an eine Stelle, an der Störgrößen den Melder nicht mehr so einfach erreichen können. Grundsätzlich gilt, dass ein Rauchwarnmelder, der auf Kochdämpfe anspringt, richtig funktioniert und seinen Dienst tut. Trotzdem ist die Alarmierung in diesem Fall natürlich nicht erforderlich, man spricht auch von einem Täuschungsalarm. Koch- und Wasserdampf sowie Staubentwicklung können mögliche Ursachen für einen solchen Täuschungsalarm sein.

1) Nutzungsbedingungen Genius Plus X mit Funkmodulen:

  1. Genius Plus X muss spätestens ein Jahr nach der Produktion in Betrieb
  2. genommen werden.
  3. Das Funkmodul muss spätestens ein Jahr nach der Erstinbetriebnahme von
  4. Genius Plus X eingebaut werden.
  5. Pro Jahr maximal zwölf Funktionstests.
  6. Pro Jahr ein Vollalarm für 90 Sekunden.
  7. Eine Inbetriebnahme des Funknetzwerks.
  8. Zwei Reichweitentests während der gesamten Laufzeit.

Detaillierte Informationen finden Sie in unseren Kurzanleitungen:

  • Kurzanleitung Genius H
  • Kurzanleitung Genius Plus / Genius Plus X

Die App ist in den App Stores von Apple und Google erhältlich. Für Errichter gibt es die „Genius Pro App“. Die App ist für Sie natürlich kostenlos.

Hier gelangen Sie zu den AppStores für die Genius Pro App:

Die App ist in den App Stores von Apple und Google erhältlich. Für Endkunden gibt es die „Genius Home App“. Die App ist für Sie natürlich kostenlos.

Hier gelangen Sie zu den AppStores für die Genius Home App:

Der Genius Plus Rauchmelder hat eine erweiterte Funktion: durch längeres Betätigen der Prüftaste gibt der Rauchwarnmelder eine längere Tonfolge (smartsonic) ab. Dieser kann mit Hilfe der Genius-App ausgelesen werden, um genauere Statusinfos und Handlungsempfehlungen bei Störungen zu generieren.

Der Genius H zeigt einen Alarm durch rotes doppelblinken alle 48 Sekunden über die LED optisch an, bis er durch einen Tastendruck quittiert wird. Seit dem Fertigungsdatum 22.07.2013 verfügt der Genius H auch über die Alarmspeicherabfrage.
Die Rauchwarnmelder Genius Plus und PlusX signalisieren das ein Alarm ausgelöst hatte durch rotes doppelblinken alle 48 Sekunden. Zusätzlich kann der Rauchwarnmelder Genius Plus auch mit der App ausgelesen werden um anzuzeigen ob er einen Alarm hatte. (s.h. Diagnose, Punkt 2.8)

Auch die GeniusPlus Serie mit den Funkmodulen BasisX und dem ProX sind wie die bewährte Generation störungssicher gegen andere Funksysteme. Sie senden auf einer speziellen Frequenz von 868 MHz die speziell für Kurzstreckenfunk reserviert ist.

Ja die Genius Plus Geräte sind kompatibel mit dem FH Genius, s. dazu auch die Übersichtstabelle zum Thema „Mischbetrieb“ 5.9.

  • Um einen neuen Genius Plus / Plus X Rauchwarnmelder hinzuzufügen, gehen sie auf „Meine Melder“ dann auf „Melder hinzufügen“.
  • Halten sie nun die Test-Taste für mindestens 3 Sekunden gedrückt und richten Sie das Mikrofon Ihres Handys zum Rauchwarnmelder aus.
  • Um weitere Melder hinzuzufügen, gehen sie zurück und nun auf „Testen“ und wiederholen Sie den Testvorgang.

2. Normen, Richtlinien und Gesetze

Die Anwendungsnorm DIN 14676 legt Mindestanforderungen für Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern in Wohnhäusern, Wohnungen und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung fest. Diese Norm schreibt vor, dass Rauchwarnmelder nach EN 14604 geprüft sein müssen.
Seit Oktober 2005 ist die europäische Norm EN 14604 in Kraft getreten. Diese gibt genaue Vorgaben für die Produkteigenschaften von Rauchwarnmeldern.
Rauchwarnmelder, die eine Prüfung vom VdS Schadenverhütung bestanden haben, erhalten ein VdS-Prüfzeichen in Form einer Nummer (Rauchwarnmelder Genius H® Genius Plus und Genius Plus X sind geprüft nach EN 14604, Prüfzeichen G 209178 bzw. G 210149).

Ganz NEU! Das "Q" für mehr Qualität bei Rauchwarnmeldern.

Hier in den FAQ finden Sie unter Punkt 3 die Antworten auf Ihre Fragen rund um das neue "Q".

Ebenfalls neu: DIN 14676 Praxis zum Thema Fernwartung.

In 13 Bundesländern greift bereits die Rauchwarnmelderpflicht für private Wohnräume. Diese ist in den jeweiligen Landesbauordnungen verankert. Weitere Länder bereiten bereits entsprechende Regelungen vor.

Jede Landesbauordnung beinhaltet folgende Grundsätze:
"In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungwege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird."

Achtung!
In Baden-Württemberg sind gemäß LBO nicht nur Wohnungen, sondern Aufenthaltsräume im Allgemeinen mit Rauchwarnmeldern auszustatten, wenn Personen darin "bestimmungsgemäß" schlafen. Details siehe LBO BaWü §15 (7).

3. "Q" für Qualität

Das "Q" steht für höchste Qualität von Rauchwarnmeldern. Es gibt Auskunft darüber ob ein Rauchwarnmelder für den Langzeiteinsatz von 10 Jahren geeignet ist. Um das "Q" zu erhalten müssen die Prüfungen gemäß DIN EN 14604 plus der vfdb 14-01 erfolgreich bestanden sein.

In den letzten Jahren wurden die qualitativen Unterschiede bei Rauchwarnmeldern immer größer und die Unterscheidung von einem Qualitäts-Rauchwarnmelder zu anderen immer schwieriger. Aus diesem Grund wurden härtere Prüfverfahren und eine neue Kennzeichnung von Qualitäts-Rauchwarnmeldern gefordert. Das neue "Q" ist das Ergebnis. Es gibt erstmalig eindeutige Auskunft über die geprüfte, hohe Qualität eines Rauchwarnmelders. 

Die Prüfungen der vfdb-Richtlinie 14-01 erweitern die Vorgaben der DIN EN 14604. 
Die neuen Prüfung nach vfdb 14-01 bestehen aus intensiven Langzeittests (längere Testzeiten als bisher in der DIN EN 14604 beschrieben) und ganz neuen Prüfungen die es bisher noch nicht gab, wie z.B. Batterielebensdauer von mindestens 10 Jahren.

Seit 01. April 2011 werden vom VdS Rauchwarnmelder gemäß vfdb 14-01 und damit auf das "Q" geprüft. Der VdS bezeichnet die vfdb 14-01 als VdS 3131, was identisch ist. Weiter Prüfinstitute werden folgen. 

Die Prüfungen nach vfdb 14-01, die für das "Q"-Kennzeichen notwendig sind, stehen für alle Prüfinstitute zur Verfügung. 

Wer die Prüfungen nach DIN EN 14604 und vfdb 14-01 erfolgreich bestanden hat, erhält dafür eine Prüfbescheinigung. Im Falle des VdS besteht diese darin, dass das Zertifikat nach DIN EN 14604 durch die "Q"-Prüfung nach VdS 3131 erweitert wird. Mit dieser Bescheinigung wird dann beim Inhaber des "Q"-Logos die Lizenz zur Vermarktung beantragt. Der Inhaber des "Q"-Logos ist aktuell die Werbeagentur des Forums vom vfdb, die Firma eobiont GmbH in Berlin. 

Jeder Rauchwarnmelder der die "Q"-Prüfung bestanden hat wird auf einer separaten Internetseite veröffentlicht. Auf dieser Seite werden alle Hersteller und deren Produkte präsentiert, die das "Q" bereits haben.

Inhaltlich gib es keinen Unterschied. Die vfdb 14-01 ist die Ursprungs-Richtlinie für die Q-Prüfungen. Der VdS hat die Inhalte der Prüfung unter eigenem Namen (VdS 3131) in die Prüfungsreihe für Rauchwarnmelder aufgenommen.

Zu erkennen ist ein Rauchwarnmelder daran, wenn er das Doppelkennzeichen (Logo Prüfinstitut und "Q"-Kennzeichen) trägt. Das "Q" darf immer nur in Verbindung mit dem Logo des Prüfinstituts abgebildet werden.

Das "Q" ist immer gebunden an die Anerkennung nach DIN EN 14604 und wir in den gleichen Abständen vom Prüfinstitut erneuert.

Ja, alle Zubehörteile müssen den verschärften Anforderungen des "Q" genügen. 
Also auch z.B. die Funkmodule, Klebepad etc.

Es gibt einige Gründe warum der Rauchwarnmelder nach 10 Jahre ausgetauscht werden sollte:

  • Die DIN 14676 schreibt einen Austausch nach 10 Jahren + 6 Monaten vor
  • Bauteile altern und das Risiko von Fehlalarmen kann steigen
  • Die Verschmutzungskompensation kann die entstandenen Verschmutzungen der Messkammer nicht mehr ausgleichen und dadurch wird der Rauchwarnmelder immer empfindlicher. Täuschungsalarme können nicht mehr ausgeschlossen werden.
  • Er entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik
  • u.v.m.

Klicken Sie hier um eine Übersicht über die neuen Zusatzprüfungen der vfdb 14-01 Richtlinie zu bekommen.

Seit 01. April 2011 werden vom VdS Rauchwarnmelder gemäß vfdb 14-01 und damit auf das "Q" geprüft. Der VdS bezeichnet die vfdb 14-01 als VdS 3131, was identisch ist. Weiter Prüfinstitute werden folgen.

4. Montage

Wo? An die Decke 
Wohin? Möglichst Deckenmitte
Wie hoch? Maximal 6 m Raumhöhe
Welche Fläche wird überwacht? Maximal 60 qm
Betriebs-Temperaturbereich: 0°C - +55°C>

Nach Anwendungsrichtlinie DIN 14676 zu projektieren. Zu allen Einrichtungsgegenständen an der Decke und Wänden ist ein Mindestabstand von 0,5 Meter einzuhalten.

Die mit den Funkmodulen Basis/Basis X und Pro/Pro X vernetzten Rauchwarnmelder oder Einzelgeräte ersetzen keine Brandmelderzentrale. Wird im Falle einer Rauch- oder Branderkennung eine Alarmweiterleitung zur Feuerwehr gewünscht oder gefordert, sind Brandmelderzentralen gemäß DIN 14675 einzusetzen. Bei der Planung und Projektierung von Brandmelderzentralen unterstützen wir Sie gerne.

Ja, beachten sie hierbei die Montageanleitung des Genius Plus, Genius Plus X und des Genius H®.

Wird der Melder in einem Dachspitz montiert, so muss er bei einer Dachneigung

  • von bis zu 20° wie bei einer horizontalen Decke behandelt werden,
  • von mehr als 20° mindestens 0,5 m bis maximal 1 m von der Deckenspitze entfernt an die Decke/das Dach montiert werden.

Der Rauchwarnmelder darf nicht überstrichen bzw. abgedeckt oder abgeklebt werden.

Zur Klebemontage darf nur das VdS-zugelassene Klebepad von Hekatron verwendet werden (Zubehör Art.-Nr.: 31-4100001-01-02). Hierzu sind die Hinweise in der Montageanleitung zu beachten.

Ja, der Sockel darf mit nur einer Schraube montiert werden. Alternativ ist eine Montage mit zwei Schrauben oder mittels Klebepad möglich.

In o.g. Räumen kann es aufgrund von erhöhten Täuschungsgrößen (wie z.B. Dampf- oder Staubentwicklungen) zu Täuschungsalarmen kommen. In Küchen werden auf Grund der zusätzlichen Belastungen keine 10 Jahre Echt-Alarm-Garantie und Gerätegarantie gegeben.
Bei der Montage in Räumen, wo mit einer erhöhten Anzahl von Täuschungsalarmen zu rechnen ist, gibt die DIN 14676 folgendes vor:

"Wenn mit einer erhöhten Anzahl von Täuschungsalarmen (siehe 2.14) zu rechnen ist, dürfen in Fluren mit ? 6 m² oder in Küchen, die als Fluchtweg dienen, die Rauchwarnmelder an der Wand montiert werden. Die Montage muss in Abhängigkeit von den räumlichen Gegebenheiten, 0,3 m bis 0,5 m unterhalb der Decke so erfolgen, dass ein schnelles Ansprechen im Brandfall sichergestellt ist. Diese Rauchwarnmelder müssen über einen Eignungsnachweis für Wandmontage nach DIN EN 14604 verfügen."

Dies gilt für den Genius H/Plus/Plus X. Der Einbau in Bäder wird nicht empfohlen.

Der Genius Plus und Plus X wurde mit einem größeren Mikrokontroller ausgestattet. Dadurch ist es möglich zusätzliche Softwarealgorithmen zu implementieren. Dies macht den Einsatz z.B. in frostfreien Kellern oder frostfreien Dachböden möglich.

Jeder Rauchwarnmelder kann mit einer Plombe (Zubehör Art.-Nr. 31-4100003-01-01) gesichert werden. Die Plombe verhindert außerdem ein einfaches Herausdrehen des Rauchwarnmelders aus dem Sockel.

5. Funkvernetzung

Sobald zwei oder mehr Melder gleichzeitig einen Alarm signalisieren sollen, wird eine Funkvernetzung benötigt. Auch weit voneinander entfernt liegende Bereiche, bei denen Gefahr besteht, dass ein einzelner Alarm nicht wahrgenommen wird, können so sicher überwacht werden. Rauchwarnmelder, die per Funk miteinander vernetzt sind, bieten ein Höchstmaß an Sicherheit. Sobald ein Melder Rauch detektiert, gibt er Alarm und leitet das Signal an die mit ihm vernetzten Melder weiter.

Pro Linie können maximal 20 Rauchwarnmelder verwaltet werden. Es sind mindestens zwei Rauchwarnmelder pro Linie zu projektieren.

Beim Linientest und bei der Inbetriebnahme wird das Senden und Empfangen geprüft (bidirektional). Wird nur ein Funkmodul auf einer Linie betrieben, kann der Test bzw. die Inbetriebnahme nicht durchgeführt werden.

Durch das Brandschutzkonzept sollten folgende Punkte geklärt sein:

  • Wie viele Rauchwarnmelder werden benötigt?
  • Wo werden die Rauchwarnmelder montiert?
  • Welche Rauchwarnmelder bekommen ein Funkmodul?
  • Welcher Rauchwarnmelder soll mit welchem kommunizieren können?
  • Welches Funkmodul wird benötigt?
  • Wie werden die Funkmodule eingestellt?

Stellen Sie die Funkmodule für die einzelnen Rauchwarnmelder mit Hilfe des Brandschutzkonzeptes auf die definierten Funktionen ein. Anschließend die Module in die Rauchwarnmelder einsetzen und die Inbetriebnahme starten (siehe Montageanleitung Genius Funk). Die Einstellungen der Funkmodule sollten im IW-Set Genius dokumentiert werden.

Bei größeren Objekten ist eine Projektierung von einer Brandmeldeanlage zu überdenken. Bei einem Brandalarm dürfen nicht mehr als 60 Funkrauchwarnmelder in Alarmierung gehen.

Wird ein Alarm in einer Sammelalarmlinie quittiert gehen alle Funk-Rauchwarnmelder aus, bis auf den der Rauch detektiert hat.

Wird ein Alarm in der gleichen Linie quittiert (keine Sammellalarmlinie) gehen alle Funk-Rauchwarnmelder dieser Line aus, bis auf den der Rauch detektiert hat.

Wird die Prüftaste des Rauchwarnmelders gedrückt, welcher den Brand detektiert hat, so gehen alle Rauchwarnmelder aus.

Um einen Sammelalarm vollständig zu quittieren muss dieser in der Sammelalarmlinie quittiert werden. Wird ein Sammelalarm in einer normalen Linie quittiert geht zunächst nur die Linie aus. Die Sammelalarmlinie und die anderen Linien hupen weiter.

Hinweis:
Bei größeren Funknetzwerken kann sich die Signallaufzeit erhöhen wenn mehrere Telegramme gleichzeitig im Umlauf sind.

Signallaufzeit** = Anzahl Melder x max. 3,5 s. Ist nur ein Telegramm im Umlauf reduziert sich die Signallaufzeit.

Lesen Sie den Genius Plus X mit Hilfe der Genius Plus App aus und folgen sie der Handlungsempfehlung.

Ja. Wird Rauch in einem Rauchwarnmelder mit Basis X-Modul erkannt, so wird der Alarm an alle Teilnehmer der gleichen Linie (Basis X oder Pro X-Modul) weitergegeben. Die Sammelalarmlinie (Pro X Modul) wird in diesem Falle nicht angesteuert. Löst der Brandrauch den Rauchwarnmelder mit dem Pro X-Modul aus, und das Pro X-Modul ist auf Sammelalarm senden eingestellt, so wird das Signal Sammelalarm gesendet, die Melder mit Basis X-Modul gehen hierbei nicht in Alarm.

Legende: FM. = Funkmodul - FH. = Funkhandtaster

Eine Erweiterung bestehender Anlagen mit dem Genius Plus X und den Funkmodulen Basis X & Pro X  ist grundsätzlich möglich. Allerdings ist bei Erweiterung von Anlagen mit dem Funkmodul Basis X zu beachten, dass die Linieneinstellung der bestehenden Anlage A.0 ist.

Die Reichweitenmessung mit Rückmeldung ist nur mit dem Funkmodul Pro X und Funkhandtaster Genius einstellbar/möglich.

Die Demontageerkennung ist nur mit dem Funkmodul Pro und Funkhandtaster Genius einstellbar/möglich.

Die Funkstreckenüberwachung ist nur mit dem Funkmodul Pro, Funkmodul Pro X und Funkhandtaster Genius X einstellbar/möglich.

Ja. Soll der Sammelalarm von allen Rauchwarnmeldern angesteuert werden, müssen alle Teilnehmer mit dem Pro X-Modul ausgerüstet werden.

Genius Plus X hat die integrierte Schnittstelle zur Aufnahme der Funkmodule Basis X und Pro X.

Aufgrund der neuen Technologie in den Funkmodulen, weniger Stromverbrauch, schnellere Übertragungszeiten, Funkstreckenüberwachung, Linie mit Identifikationscode ist eine Kopplung nicht möglich.

Ja, da das Funkmodul wie auch die Melder sich im Lagermodus befinden und erst durch das Eindrehen in den Sockel aufgeweckt werden. Beachten Sie hierbei aus der Montageanleitung Genius Funk das Kapitel 6 - Inbetriebnahme.

Nein, die bisher eingelernten Funkmodule bleiben eingelernt. Beachten Sie aus der Montageanleitung Genius Plus Funk das Kapitel "Erweiterung eines Funknetzwerkes".

Die Melder dürfen nicht zu nahe aneinander liegen (Mindestabstand 0,5m), da sich sonst die Funkmodule gegenseitig übersteuern.

Ja, beachten Sie aus der Montageanleitung Genius Plus Funk das Kapitel 7 - Funknetzwerk erweitern. Es ist wichtig, dass die Inbetriebnahme von einem Funk-Teilnehmer (Rauchwarnmelder oder Funkhandtaster) ausgelöst wird, welcher sich bereits in der Alarmlinie befindet.

Die verringerte Lautstärke beim Linientest ist normal. Der Melder ist in Ordnung. Beim Linientest, sowie beim Netzwerktest und bei der Inbetriebnahme, signalisieren die Melder mit einer verringerten Lautstärke, um den Lärmpegel zu senken und die Arbeit damit angenehmer zu machen.

Quittieren Sie die akustische Meldung, über die Prüftaste am Rauchwarnmelder. Der Rauchwarnmelder bleibt im Sockel. Der Funk-Rauchwarnmelder der nach dem Quittieren noch weiter hupt, hat keine Funkverbindung zu den anderen. Wurden die Rauchwarnmelder bereits durch den Kunden quittiert, erfolgt die Signalisierung nach 24h erneut oder führen Sie einen Linientest durch. Der Rauchwarnmelder, der beim Linientest nicht akustisch signalisiert, hat eine Funkstörung. Wird kein Rauchwarnmelder ausfindig gemacht, muss eine neue Inbetriebnahme durchgeführt werden.

Nein. Nach jeder Änderung der Dip- oder Drehschalterstellungen muss eine neue Inbetriebnahme (Funkmodul kurzzeitig entfernen!) durchgeführt werden.

Eine Rücksetzung des lokalen Alarms ist in dieser Zeit am Rauchwarnmelder noch möglich. Dadurch kann das Aussenden des Funktelegrammes verhindert werden.

Die Funkmodule haben im freien Feld eine Reichweite von mindestens 100 m. Im Objekt beträgt die Reichweite bis zu 30 m abhängig von der Dämpfung/Abschirmung der Umgebung (Betonwände, Stahl...).

Störgrößen können sein:

  • Elektrische Verbraucher (PC, TV, Kopierer etc.)
  • Elektrische Verbraucher mit schlechter Geräteabschirmung
  • Deckenleuchten, Leuchtstofflampen
  • Hochfrequenz Schweißgeräte
  • Hochfrequenzstörungen aller Art
  • Dämmfolie, Alufolie
  • Stahlbeton
  • Metallische Geräte / Bauteile
  • Handy, Sendestationen, Wireless LAN
  • Spiegel

Bei Objekten, welche mit Sammelalarmlinien ausgerüstet sind und es keine Signalweiterleitung in andere Objekte mit Sammelalarmlinien geben soll. In einer Linie müssen alle Funkmodule mit reduzierter Sendeleistung arbeiten. Hinweis: Wird die Reduzierung der Sendeleistung eingeschaltet ist der Rauchwarnmelder nicht mehr VdS 3515 konform.

Wird eine Funkstreckenüberwachung sowie das Ansteuern von zusätzlichen Sammelalarmlinien gefordert, so ist das Funkmodul Pro X zu wählen. Mit dem Funkmodul Pro X können Sammelalarmlinien gebildet werden.

Das Funkmodul ist kein Dauersender. Es sendet nur im Alarm- bzw. im Ereignisfall für wenige Sekunden. Im Gegensatz zu WLAN, Handy, DECT-Telefon etc. ist selbst im Ereignisfall die Sendeleistung verschwindend gering.

Der Genius Plus X mit Funkmodulen sendet seine Daten über das Sicherheitsband (SRD) im Bereich von 868Mhz. Er hält die Grenzwerte der R&TTE Richtlinie und EMV-Gesetze (elektromagnetische Verträglichkeit) genau ein. Damit entspricht der Genius PlusX mit Funkmodulen den strengen gesetzlichen Anforderungen, die in der CE-Konformitätserklärung dokumentiert sind. 
Befinden sich in der Umgebung weitere Geräte die diesen Anforderungen entsprechen ist eine gegenseitige Beeinflulssung ausgeschlossen.

Sobald der Funkhandtaster Genius als Funkinterface eingesetzt wird, bspw. als Schnittstelle zwischen internen und externen Geräten, wird eine externe Stromversorgung zwischen 10 – 30 VDC benötigt. Wir bieten hierzu das NG-Genius (Akkugepuffert), NG 519 bzw. das NAG 03 an.

Es gibt keinen Unterschied. Der Funkhandtaster Genius ist Handauslösetaster und Interface in einem. Er kann sowohl als Handtaster oder als Interface oder auch als beides gleichzeitig verwendet werden.

Die empfohlene Befestigungshöhe ist 1,4 m +/- 0,2 m über dem Fußboden.

In eine Linie können maximal 20 Geräte eingelernt werden, Rauchwarnmelder sowie Funkhandtaster gelten je als Teilnehmer. So kann eine Linie z.B. aus 19 Rauchwarnmeldern und einem Funkhandtaster Genius bestehen.

Es sind sowohl Ersatzscheiben als auch Ersatzschlüssel erhältlich. Wenden Sie sich hierzu an den Elektrogroß- und Fachhandel.

Ja der Funkhandtaster Genius hat einen Reset-Taster zum Quittieren. Dieser befindet sich in der linken unteren Ecke. Des Weiteren steht ein Eingang zur Verfügung, bei dem eine externe Quittierung in Form eines Schliessertasters angeschlossen werden kann.

Ja, die Piezohupe hat eine Lautstärke von ca. 50 dB und ertönt im Alarm- und Störungsfall.

Die Einführungen am Funkhandtaster Genius befinden sich auf der Ober-, Unter- und auf der Rückseite des Gerätes.

Der Funkhandtaster kann sowohl mit den Basis X- als auch mit den Pro X-Funkmodulen des Genius Plus X kommunizieren.

Ja, der Funkhandtaster hat auch eine Sammelalarmlinienfunktion, da er die wesentlichen Funktionen eines Funkmoduls Pro X besitzt.

Der Funkhandtaster hat eine fest eingebaute 10-Jahres-Batterie.

Hierzu liefert Ihnen unser Installationsvideo Aufschluss:

6. Wartung

Um die Funktionssicherheit des Melders gewährleisten zu können, ist entsprechend nach DIN 14676 mindestens einmal jährlich im Abstand von 12 Monaten (+/- 3 Monate) eine Wartung durchzuführen.

Gehen Sie hier folgendermaßen vor:

 

  1. Entstauben Sie bei Bedarf den Melder mit einem weichen Tuch.
  2. Entfernen Sie bei Bedarf Verschmutzungen mit einem feuchten Lappen.
  3. Verwenden Sie hierzu keine Reinigungsmittel. Rauchwarnmelder nicht aussaugen oder mit Pressluft versuchen zu reinigen.
  4. Betätigen Sie den Prüftaster, bei positiver Rückmeldung ertönt das 3-Ton Testsignal.
  5. Zusätzlich kann der Rauchwarnmelder Genius Plus / Plus X über längeres Betätigen der Test-Taste einen Signalton ausgeben der mit der Genius Plus App ausgelesen werden kann um damit eine noch genauere Aussage über seinen Status geben zu können.

Tipp: Lassen Sie Wartungsarbeiten vom Fachmann/Facherrichter durchführen. Rechnungen für Wartungsarbeiten sind steuerlich absetzbar Sie profitieren von unserer 10-Jahres-Garantie sowie der „Echtalarmgarantie“.

Nein die Wartung kann wie bisher (bei der bewährten Genius Generation) vorgenommen werden. (Die Garantiebedingungen sind zu beachten.)

Nein, die App soll lediglich die Diagnose und die Wartung der Rauchmelder vereinfachen, dabei stellen der Genius Plus / Plus X der App melderbezogene Daten bereit, die ausgewertet werden können. Hinweis: Das Auslesen des Melders über die App stellt keine vollständige Wartung nach DIN 14676 dar, sie unterstützt diese aber maßgeblich.

Genius H: Quittieren Sie die Störung durch das Drücken der Prüftaste am Melder. Hierdurch wird die akustische Meldung für 24 Stunden unterdrückt. Wenden Sie sich anschließend an Ihren Fachhändler/Facherrichter. Der Rauchwarnmelder darf nicht geöffnet werden.

Genius Plus / Plus X: Lesen Sie den Genius Plus / PlusX über die Genius App aus und folgen Sie der Handlungsempfehlung.

Als Dokumentationshilfe steht für die Wartung das IW-Set RWM zur Verfügung.

Zur Meldung von Fehlern/Fehlerbildern und zur Garantieabwicklung muss zwingend ein Reklamationsschein Genius/Funkmodul erstellt werden. Des Weiteren muss über die Bezugsquelle reklamiert werden. Folgen Sie beim Genius Plus / PlusX der Handlungsempfehlung der App.

Alles zur Garantie der Hekatron-Rauchwarnmelder Genius finden Sie in den entsprechenden Genius-Garantiebedingungen. (Garantiebedingungen Genius & (Echt-Alarm-Garantie Genius)

7. Produktreklamation

Sofern Sie die Produkte nicht direkt bei Hekatron gekauft haben, ist es zwingend notwendig, dass die Rücklieferung über die jeweilige Bezugsquelle erfolgt. Als Hekatron-Kunde nehmen Sie bitte im Reklamationsfall mit dem Support Kontakt auf:

E-mail: rs-reklamationen@hekatron.de
Telefon: 07634 500-310

Unter Angabe Ihrer Hekatron-Kundennummer erhalten Sie nach Rücksprache mit dem Support eine Servicemeldungsnummer. Reklamationen, die ohne gültige Servicenummer eingeschickt werden, werden unbearbeitet an den jeweiligen Absender zurückgeschickt. Die Reklamation kann nur in Zusammenhang mit einer genauen Fehlerbeschreibung bearbeitet werden.

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