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Frauenkirche Dresden

Baudenkmal und Friedenssymbol

Im Februar 1945 versank Dresden mitsamt der barocken Frauenkirche in Trümmern. Fast 60 Jahre sollte es dauern, bis der imposante Kuppelbau neu entstehen konnte. Aus internationalen Spenden finanziert, steht die Frauenkirche auch für die Versöhnung unter den ehemaligen Kriegsgegnern. Die Brandschutztechnik für dieses einzigartige Baudenkmal stammt von Hekatron.

Dresdens barocke Baukunst ist weltberühmt. Ihr markantestes Wahrzeichen, die Frauenkirche, ist erstaunlicherweise nicht etwa ein Zeugnis kurfürstlicher Prachtentfaltung. Stattdessen war es der Rat der Stadt, der im Jahr 1722 beschloss, anstelle einer romanischen Vorgängerkirche ein neues, monumentales Gotteshaus errichten zu lassen. Baumeister war George Bähr. Er plante einen Zentralbau mit quadratischem Grundriss, über dem eine gewaltige Kuppel thronen sollte. Von einer Laterne mit aufgesetztem Kreuz bekrönt sowie von vier Treppentürmen umstanden, erreichte der Kuppelbau eine Höhe von mehr als 90 Metern. 1743 wurde der Sandsteinbau fertiggestellt. Fortan dominierte die „steinerne Glocke“ mehr als 200 Jahre lang die Silhouette der Stadt am Elbufer – genau bis zum 15. Februar 1945. An jenem Tag stürzte die ausgebrannte Frauenkirche in sich zusammen, nachdem sie den verheerenden Bombenangriffen auf Dresden zunächst standgehalten hatte.

Schon bald plante man den Wiederaufbau des Baudenkmals. Ein Jahr nach Kriegsende rief die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens zu Spenden hierfür auf. Das Landesamt für Denkmalpflege führte Untersuchungen durch, um die Möglichkeiten einer archäologischen Rekonstruktion zu prüfen. Bis 1948 wurden rund 600 Kubikmeter wieder verwendbaren Steinmaterials geborgen und katalogisiert. Doch wirtschaftliche und politische Gründe ließen den Wiederaufbau zu DDR-Zeiten scheitern. Im Jahr 1965 fasste der Stadtrat den Beschluss, die Ruine der Frauenkirche als Mahnmal gegen den Krieg zu erhalten. In der Tat gemahnten Mauerreste und Trümmerberg der Frauenkirche an den Frieden.

Als sich am 13. Februar 1982, dem Jahrestag der Zerstörung Dresdens, erstmals junge Menschen mit Kerzen an der Ruine versammelten, wurde die Frauenkirche zu einem Symbol der Friedensbewegung und des gewaltfreien Protests in der DDR.

Wiederaufbau mit Spenden

Die friedliche Revolution von 1989 und die deutsche Wiedervereinigung schufen die politischen Voraussetzungen, den Wunsch nach einem Wiederaufbau der Frauenkirche nun tatsächlich umzusetzen. Am 13. Februar 1990 trat eine Bürgerinitiative mit ihrem „Ruf aus Dresden“ an die Öffentlichkeit. Damit wurde weltweit aufgerufen, durch Spenden den Wiederaufbau der Frauenkirche zu ermöglichen. Das blieb nicht ungehört. Unzähligen Spendern – gerade auch aus den Ländern der ehemaligen Kriegsgegner – ist es zu verdanken, dass der mächtige Kuppelbau heute wieder das Stadtbild Dresdens prägt. Bauherr des Wiederaufbaus ist die Stiftung Frauenkirche Dresden e. V., die Gesamtplanung liegt bei der IPRO Dresden Planungs- und Ingenieuraktiengesellschaft. Die Rekonstruktion der Frauenkirche begann Anfang 1993 mit dem behutsamen Abtragen des Trümmerbergs. Schließlich sollte das Gebäude unter Einbeziehung von möglichst viel originaler Bausubstanz neu entstehen. Der Startschuss zum eigentlichen Wiederaufbau fiel am 27. Mai 1994 durch einen feierlichen Akt, einer Art zweiter Grundsteinlegung.

Wachsende Brandmeldeanlage

Unter der Frauenkirche befindet sich eine Krypta. Ursprünglich Begräbnisstätte, bot sie während der Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs Dresdner Bürgern Schutz. In einem ersten Bauabschnitt wurde in dieser Krypta eine Unterkirche eingerichtet, die 1996 geweiht wurde. Zu dieser Zeit hielt auch Sicherheitstechnik von Hekatron Einzug.

Die ABB Gebäudetechnik AG installierte seinerzeit 41 Rauchmelder vom Typ ORM 150, fünf Druckknopffeuermelder DFM 155 WL sowie eine Brandmeldezentrale BMZ 360. Bei dieser ersten Brandmeldeanlage handelte es sich um eine Spende der Firmen Hekatron und ABB. Während der eigentliche Baukörper der Frauenkirche unter einem Schutzdach emporwuchs, wurde im Jahr 2000 die Brandmeldeanlage für das Gesamtobjekt ausgeschrieben. Errichter ist die Elektro Dresden-West GmbH. Diese zeichnet im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft mit der Köhler Elektrotechnik GmbH aus dem sächsischen Zeithain für die gesamten Elektroinstallationen in der Frauenkirche verantwortlich.

Seit dem Jahr 2000 verbauten Mitarbeiter des Errichterbetriebs rund 200 Streulichtrauchmelder vom Typ SSD 531. Hermann Eichfeld, der als Hekatron-Vertriebsingenieur das Projekt in Zusammenarbeit mit IPRO und Elektro Dresden West betreut, erklärt die besondere Problematik bei der Überwachung des Kirchenraums: „Die Rauchmelder sollten unauffällig bleiben. So mussten etwa für einen Teil der Melder Standorte gewählt werden, bei denen der sonst vorgeschriebene Mindestabstand zu Wänden geringfügig unterschritten wird. Aus diesem Grund führten wir vor Ort Rauchversuche durch. Die frühzeitige Rauchdetektion durch die Melder wurde daraufhin durch ein entsprechendes TÜV-Gutachten bestätigt.“

Über sechs Ringleitungen sind die Komponenten zu einem Brandmeldesystem Integral zusammengeschlossen. Zu diesem gehören auch 50 Handfeuermelder MCP 535 sowie acht Rauchansaugsysteme vom Typ SecuriRAS ASD 515. Rauchansaugsysteme bewähren sich überall dort, wo ein Höchstmaß an Sicherheit gefordert ist, die Brandmeldetechnik aber gleichzeitig fast unsichtbar bleiben soll. Sie sind somit prädestiniert, Kulturgüter wie die Dresdner Frauenkirche zu schützen.

Sicherheit für die Besucher

Äußerlich wurde die Frauenkirche mit Aufsetzen des Kuppelkreuzes am 22. Juni 2004 vollendet. Bis zur Wiedereröffnung anlässlich des 800-jährigen Stadtjubiläums von Dresden im Jahr 2006 läuft noch der Innenausbau des Gotteshauses. Ab Oktober 2005 haben die Besucher die Gelegenheit, von der Laterne auf der Kuppel den Blick über die Landeshauptstadt zu genießen. Ab diesem Zeitpunkt werden alle zugänglichen Bereiche durch das Brandmeldesystem Integral überwacht.

Die bestehende, kleinere Brandmeldeanlage in der Unterkirche wird als Unterzentrale auf die Integral-Anlage aufgeschaltet. Hier kommt einer der Vorzüge von Integral zum Tragen: Das Brandschutzsystem wächst, es kann vorhandene, ältere Komponenten aufnehmen und bietet andererseits auch für die Zukunft fast unerschöpfliche Möglichkeiten der Erweiterung. Mit der wiederaufgebauten Frauenkirche erhielt Dresden ein Wahrzeichen, das zugleich ein Symbol für Frieden und Versöhnung ist. Mit Integral von Hekatron verfügt die Frauenkirche über ein Brandschutzsystem, das der Bedeutung dieses Baudenkmals Rechnung trägt.