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Europa Passage Hamburg

Unsichtbare Tore in glanzvoller Passage

Riesige Brandschutztore sichern die 160 Meter lange, überdachte Shopping-Mall der Hamburger Europa Passage. Normalerweise sind sie hinter Decken- und Seitenklappen vor dem Auge der Besucher verborgen – im Alarmfall allerdings sorgen Rauchschalter und eine ausgeklügelte Steuerungstechnik von Hekatron dafür, dass die Klappen sich in der richtigen Reihenfolge öffnen und sich dann zeitverzögert das Tor schließt.

In bester Hamburger Innenstadtlage wurde die Europa Passage eröffnet. Mit rund 30.000 Quadratmetern Einzelhandelsfläche und etwa 120  Geschäften präsentiert sie sich als einzigartige Einkaufs- und Erlebniswelt für die über vier Millionen Menschen der Metropolregion Hamburg sowie für deren jährlich rund 70 Millionen Besucher. Kernstück der Europa Passage ist die 160 Meter lange Shopping-Mall, deren  parabelförmige Bogenkonstruktion sich über fünf Stockwerke erstreckt. Fünf darüber liegende Etagen für Büros flankieren diese zentrale Achse, während im Untergrund das Parkhaus auf sechs Ebenen Platz für 700 Stellplätze bietet. Das ebenso moderne wie traditionsbewusste Bauwerk überschreitet dabei an keiner Stelle das historische Höhenmaß der Nachbarbebauungen und wird mit seiner räumlichen Dynamik den architektonischen und stadthistorischen Ansprüchen der Hansestadt gleichermaßen gerecht. „In der langen Geschichte der gläsernen Himmel über glanzvoller Warenpracht, mit denen sich das antike Rom ebenso zu schmücken suchte wie das historische Paris, eröffnet Hamburg ein das überraschende Kapitel  Passagengeschichte“, kennzeichnet die Allianz Immobilien GmbH als Gesellschafter und Vertreter des Bauherrn den Anspruch des Objekts. Und Hadi Tarani von BRT Architekten, Architekt der Europa Passage, ist sich sicher: „Die Passage wird einen wesentlichen Teil der Hamburger Identität ausmachen.“

Wo so viele Menschen zusammenkommen, ist einerseits ein überzeugendes Brandschutzkonzept, das höchste Sicherheit gewährleistet, unabdingbar. Wo dermaßen hohe Ansprüche an die Ästhetik gestellt  werden, müssen sich die Brandschutzlösungen andererseits harmonisch in das Gesamtbild einfügen. Zur Sicherung der Brandabschnitte kamen deshalb in sämtlichen Geschossen insgesamt 27 Brandschutztore der österreichischen Firma Tortec Brandschutztor GmbH zum Einsatz, die sich als Spezialist für Sonderlösungen einen Namen gemacht hat. In der Tiefgarage, den Untergeschossen und den Büroetagen ist sozusagen das Pflichtprogramm zu besichtigen: vier mal zweieinhalb Meter große T30-Schiebetore, jeweils ausgerüstet mit vier ORS-142-Rauchschaltern und einem Netzgerät NG 519 von Hekatron. Das zum Ladehof führende Anlieferungstor hingegen ist bereits eine Spezialanferti- gung: Damit das Wasser bei Regenfällen die richtige Richtung nimmt, besteht zum Hof hin ein Gefälle von 2,37 Prozent, so dass das Tor unten ein entsprechend abgeschrägtes Abschlussprofil erhalten musste. Sämtliche Tore sowie die Hekatron-Technik installierte die FSC-Systemtechnik GmbH aus Wolfenbüttel.

Ein Kürprogramm auf höchstem Niveau schließlich wurde mit den die elegante Shopping-Mall absichernden sechs Brandschutztoren verwirklicht. Bei jeweils vier Metern Höhe sind diese Spezialanfertigungen zwischen zwölf und 17 Metern breit. Da jedes der Teleskopschiebetore etwa 300 Tonnen auf die Waage bringt und schon aus diesem Grund auch von einem sehr starken Haftmagneten nicht gegen ein Gefälle offen gehalten werden könnte, sind sie mit einem Motor ausgestattet, der sie im Brandfall schließt. Trotz ihrer gewaltigen Ausmaße sollten diese Brandschutztore im Normalfall dem vorbeiflanierenden Publikum vollständig verborgen bleiben. Dementsprechend wurden zunächst die Tore mitsamt der für sie benötigten Parknischen installiert und sodann die Mauern darum herum hochgezogen. Im geöffneten Zustand sind Torblätter sowie Gleitschienen durch Nischen- und Deckenklappen verdeckt. Damit sich die Klappen im Alarmfall in der richtigen Reihenfolge öffnen, um letztendlich den Weg für das Schließen des Tores frei zu machen, ist eine  ausgeklügelte Steuerungstechnik nötig. Hier kam die aus Netzgerät mit Notstromversorgung SVG 522 und Türsteuerkarte TSK 03 bestehende Feststellanlagensteuerung von Hekatron zum Einsatz. Dieses System überwacht angeschlossene Rauchschalter auf Alarm und Störung und kann, wenn es ein Alarmsignal erhält, Schließvorrichtungen oder andere Geräte mit einer frei einstellbaren Verzögerungszeit ansteuern.

Sollte es in der Hamburger Shopping-Mall zu einem Brand kommen, sorgt die Feststellanlagensteuerung im konkreten Fall dafür, dass sich zunächst die mit Haftmagneten gesicherten Seiten- und mittleren Deckenklappen der Teleskoptore öffnen und kurz darauf die äußeren Deckenklappen. Mit einer weiteren Zeitverzögerung gibt sie die elektrische Bremse der Tore frei, die sich daraufhin motorgetrieben schließen und somit Feuer und Rauch auf den Brandabschnitt beschränken, in dem der Brand entsteht. Ebenso wie die Tore selbst, sollten auch die acht bis zehn Rauchschalter, mit denen jedes von ihnen je nach Größe ausgestattet ist, weitgehend unsichtbar bleiben. Hier konnte Tortec auf eine weitere Spezialität des Sulzburger Hekatron-Werks zurückgreifen, das seine Melder auf Wunsch als Multicolor-Melder in jeder denkbaren RAL-Farbe liefert. Für die in der Europa Passage installierten Rauchschalter wählte das österreichische Unternehmen je nach Installationsort in RAL 9006, 9007 oder 9010 – weißaluminium, graualuminium bzw. reinweiß – lackierte Melder, die sich hervorragend in die Farbgestaltung der Shopping-Mall einfügen.

Mit den in der Europa Passage installierten Feuerschutztoren haben Tortec und Hekatron eine sicherheitstechnische Lösung auf höchstem Niveau entwickelt, die nahezu unsichtbar die in der Mall pulsierenden Passantenströme im Brandfall zuverlässig vor den Gefahren von Feuer und Rauch schützt.