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Audi-Standort, Neckarsulm

Vernetzung von BMA via Seconet

Um den Wachstumskurs des Audi-Standortes Neckarsulm konsequent weiter fortsetzen zu können, errichtet der deutsche Automobilhersteller im sechs Kilometer entfernten Industriepark Böllinger Höfe, Heilbronn, eine neue Produktionsstätte. Die Brandmeldeanlagen Integral IP der Produktionsstätten in Neckarsulm und den Böllinger Höfen sind über zwei redundante LAN-Strecken via SecoNet miteinander vernetzt, so dass die Werkfeuerwehr vom Sicherheitsleitstand in Neckarsulm aus zentral die Brandmeldeanlagen beider Standorte bedienen kann.

Das Audi-Werk Neckarsulm gehört innerhalb des Volkswagenkonzerns zu den Standorten mit der größten Produktvielfalt. Das rund 100 Hektar umfassende Werkgelände liegt eingebettet zwischen Neckar, Bahnlinien, der Neckarsulmer Innenstadt und diversen Gewerbe- und Industrieflächen. Deshalb erweitert die AUDI AG aktuell im rund sechs Kilometer entfernten Industriepark Böllinger Höfe das Werk um eine weitere Fläche von 23 Hektar. Dort entstehen eine Logistikhalle und Fertigungsanlagen für den Supersportwagen Audi R8.

Seit vielen Jahren sorgt eine Hekatron-Brandmeldeanlage am Standort Neckarsulm für den anlagentechnischen Brandschutz, errichtet durch die mittelständische, inhabergeführte Sauter Elektrotechnik GmbH & Co. KG aus Bretten. Mit den Kompetenz- und Geschäftsfeldern Gebäudetechnik, IT-Netzwerke, Sicherheitssysteme und Brandmeldeanlagen deckt dieses Unternehmen ein breites Spektrum der Elektrotechnik ab. Als es dann darum ging, auch das neue Audi-Gelände in Heilbronn brandmeldetechnisch abzusichern, konnte Nico Huber, Prokurist und Leiter des Geschäftsbereichs Brandmeldeanlagen, den Auftrag dazu wiederum für Sauter gewinnen. Er konnte den Auftraggeber mit einer hervorragenden, ebenso kostengünstigen wie zeitsparenden Ausführungs- und Montageplanung für eine Brandmeldeanlage Integral IP überzeugen.

Insgesamt sechs Brandmelderzentralen Integral IP - eine Haupt- und fünf Unter- bzw. Teilzentralen - installierten die Mitarbeiter von Sauter im etwa 14 Meter hohen Logistiklager, in der Energiezentrale und in der zukünftigen R8-Produktion. 2.275 Mehrkriterienmelder MTD 533X und 193 Ansaugrauchmelder ASD 535 überwachen die Gebäude auf Brandrauch. Im Brandfall werden in den verschiedenen Gebäuden gemäß Steuermatrix insgesamt 163 Brandfallsteuerungen und 368 allgemeine Steuerungen angesteuert. Jedes Gebäude ist mit ein oder zwei Feuerwehranlaufstellen für die öffentliche Feuerwehr mit separater Feuerwehrperipherie ausgestattet. 

Eine absolute Besonderheit aber stellt die Vernetzung der Brandmeldeanlagen beider Standorte dar: Die Hauptzentrale des Geländes in Heilbronn ist mit der Hauptzentrale des Werks Neckarsulm über das SecoNet redundant mit den LAN-Strecken Office und Produktion vernetzt. Die Vernetzung der einzelnen Gebäude innerhalb jeder Produktionsstätte erfolgt jeweils über ein weiteres Subnet mit einer LWL-Verbindung zwischen den Gebäuden. "Nur dank der IP-Technologie der Integral IP konnten wir die redundante Vernetzung über die LAN-Strecken realisieren", stellt Nico Huber fest. Eine Alternative wäre die Anmietung von zusätzlichen direkten LWL-Fasern zwischen beiden Standorten gewesen. Diese Anmietung hätte allerdings Mehrkosten im fünfstelligen Bereich mit sich gebracht.

"Die Vernetzung der beiden Produktionsstätten bedeutet sicherlich einen technischen Vorsprung und wird damit auch dem Audi-Anspruch gerecht: Sie ermöglicht es der Werkfeuerwehr in Neckarsulm, die komplette Hekatron-Technik an beiden Orten einzusehen und zu bedienen. Zusätzlich werden alle Meldungen am übergeordneten Alarmmanagementsystem Winguard angezeigt", so Nico Huber.