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Airbus DS Electronics and Border Security (EBS), Ulm

7.000 Brandmelder wachen über Sensorikspezialisten

Der Standort Ulm von Airbus DS Electronics and Border Security (EBS), eines führenden Anbieters von Premiumsensoren für Sicherungs-, Überwachungs- und Lageerfassungszwecke, umfasst mehr als 25 Gebäude mit einer Fläche von rund 140.000  Quadratmetern. Für die brandschutztechnische Überwachung dieses gigantischen Werks kommen 32 mit SecoNET vernetzte Brandmelderzentralen Integral IP und über 7.000 Brandmelder, darunter die ganze Palette von Sonderbrandmeldern, zum Einsatz.

EBS ist ein Unternehmen der Verteidigungstechnik in Deutschland mit etwa 4.000 Mitarbeitern, das aus der Abspaltung eines Teils der Verteidigungselektronik der Airbus Gruppe hervorgegangen ist. Basierend auf einer mehr als 100-jährigen Hightech-Erfahrung, ist das Unternehmen beispielsweise Weltmarktführer bei Flugkörperwarnsystemen und U-Boot-Periskopen. Daneben ist EBS als neues Sensorhaus stark auf dem Markt für Radare, Optronik und elektronische Kampfführungssysteme positioniert und zudem ein führender Anbieter von Grenzüberwachungssensoren. Am Standort Ulm entwickeln und fertigen rund 2.000 Mitarbeiter komplexe Sicherheitselektronik wie Radare, elektronische Schutzsysteme und Digitalfunksysteme. Mit mehr als 25 Gebäuden – teilweise denkmalgeschützte alte Bausubstanz, teilweise neu errichtete Objekte – und einer Gebäudefläche von rund 140.000 Quadratmetern wirkt das Werksgelände wie eine eigene kleine Stadt.

Ebenso wie die am ESB-Standort Ulm produzierten Systeme immer den neuesten Stand der Technik repräsentieren, muss auch der Brandschutz für das Werk immer up to date sein. Deshalb wurde die NAT Neuberger Anlagen-Technik AG, die von der Projektierung über Beratung und Installation bis hin zur Wartung alle Dienstleistungen rund um Elektro- und Elektronikanlagen anbietet, mit der Errichtung einer neuen Brandmeldeanlage beauftragt. Die Mitarbeiter der Dachauer NAT-Niederlassung ersetzten dabei die bestehende Anlage eines anderen Herstellers durch ein Brandmeldesystem Integral IP von Hekatron. Eine besondere Herausforderung bei den knapp zwei Jahre in Anspruch nehmenden Installationsarbeiten lag darin, dass der Einbau der kompletten Brandmeldeanlage während des laufenden Betriebs erfolgen musste. "Eine enge Abstimmung mit dem Betreiber war hierbei unerlässlich, um Störungen zu vermeiden", betont Michael Fiertel, der als Projektleiter seitens NAT die Installation betreute. Dass dies gelang, hebt Harald Muth, der seitens des Facility-Managements von ESB die Projektleitung innehatte, lobend hervor: "Wir mussten den Betrieb während der Installation nicht unterbrechen und er wurde auch in keiner Weise beeinträchtigt."

Die Dimensionen der Brandmeldeanlage sind, der Größe des Werks entsprechend, gewaltig: Sie umfasst insgesamt 32 Teilzentralen. Diese sind mittels Lichtwellenleiter-Kabel (LWL) über SecoNET miteinander vernetzt, was eine schnelle und störungsfreie Kommunikation zwischen den Zentralen und eine flexible Erweiterung von Zentralen jederzeit ermöglicht. Auch die in verschiedenen Bereichen des Werks installierten Trockenalarmventilstationen werden durch die Brandmeldeanlage überwacht.

Für Wartungs- und Revisionsarbeiten stehen dabei an den Sprinklerzentralen abgesetzte Bedienfelder zur Verfügung. Ein Universelles Managementsystem (UMS) von Hekatron bündelt alle Informationen und stellt sie Sicherheitspersonal und Haustechnik an zwei Arbeitsplätzen mit je zwei Monitoren klar strukturiert und visualisiert zur Verfügung. In Abstimmung mit der Werkfeuerwehr wurden an definierten Eingängen insgesamt 30 Feuerwehr-Erstinformationsstellen installiert, um der Feuerwehr so in jedem Fall den unverzüglichen Zugriff auf alle von ihr benötigten Informationen und das rasche Auffinden des Brandherds zu gewährleisten.

Für die sichere Branddetektion sorgen in den verschiedenen Gebäuden mehr als 7.000 Brandmelder. Neben zahlreichen punktförmigen Mehrfachsensormeldern MTD 533X und MTD 533X-SCT kommt dabei auch die gesamte Palette der Sonderbrandmeldetechnik zum Einsatz. So werden Trafostationen und Aufzugsschächte mit Ansaugrauchmeldern ASD 535-1 und ASD 535-2 überwacht, deren Sensorgehäuse außerhalb des zu überwachenden Bereichs gut zugänglich für Wartungszwecke montiert wurden. In großen Produktionshallen dagegen montierten die NAT-Techniker linienförmige Rauchmelder ILIA, deren Sender- und Empfängerteile sich auch in solchen Hallen, die mit Maschinen vollgestellt sind, während des laufenden Betriebs gut installieren und warten lassen. Eine besondere Herausforderung für die Branddetektion stellte der Raum mit dem für das Hartlöten von Aluminium genutzten Salzbad dar, in dem hohe Temperaturen von 300 bis 400 °C im Lötofen und kurzzeitig stark schwankende hohe Temperaturen an der Hallendecke auftreten. Hier kam ein linienförmiger Wärmemelder Listec zum Einsatz.

In der Fahrzeughalle für die Einsatzfahrzeuge der Werkfeuerwehr montierten die NAT-Mitarbeiter Mehrfachsensormelder CMD 533X, die neben Rauch und Wärme auch CO detektieren und dementsprechend auch bei hoher Abgasbelastung ansprechen. Für die Alarmierung kamen zwei unterschiedliche Lösungen zum Einsatz: In einigen Bereichen erfolgt sie mittels Mehrfachsensormeldern MTD 533X-SCT mit integriertem Akustik-Signalgeber über eine Ringleitung, in anderen Gebäuden dagegen mittels Sirenen über eine Stichleitung. Während des gesamten Installationsprozesses konnte NAT auf das anlagentechnische Know-how von Hekatron setzen: „Die Unterstützung seitens Gebietsverkaufsleiter und Projektierer und die Zusammenarbeit mit ihnen waren zu jeder Zeit erstklassig“, betont Michael Fiertel. „So machen Projekte Spaß!“